Bindegewebsmassage

Bei dieser Technik handelt es sich um die Massage im Unterhautbindegewebe mit reflektorischer Wirkung. Der Reiz bleibt nicht auf den Einwirkungsort beschränkt, sondern wird über Nervenbahnen in entfernte Körperabschnitte weitergeleitet. Jedes Organ hat ein ihm zugeordnetes Segment im Bindegewebe.

 

Bei der BGM werden die beiden Oberschichten der Haut gegen das Unterhautbindegewebe, oder die Unterhaut zur Fascie (dünne bindegewebige Haut an den Muskeln) verschoben. Die verbindenden Bindegewebsfasern werden einer Dehnung ausgesetzt, die den Reiz auslösen.

 

Die Technik wird mit den Kuppen von Mittel- und Ringfinger ausgeführt, und zwar so, daß beim ziehen im Gewebe vor den Fingerkuppen eine Hautfalte entsteht, ähnlich einer "Bugwelle" vor einem Schiff.

 

Es entsteht ein Schneide- oder Ritzgefühl für den Patienten, das die richtige nervös-reflektorische Schaltung anzeigt. Kommt es in Bindegewebsabschnitten zu erhöhten Spannungen, so nennt man diese Bindegewebszonen.

 

Ziel der BGM ist, die Spannung sowohl im Unterhautbindegewebe als auch der inneren Organe zu normalisieren oder zu verbessern. Es kommt zur Mehrdurchblutung, Wärmegefühl, Stoffwechselverbesserung. Die Entstehung der BGM geht auf die Krankengymnastin Frau Elisabeth Dicke zurück (1929).